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August 20 2018

Sonntagssachen 26/2018

Ich war übers Wochenende allein mit den Kindern und der Mikromensch hat scheinbar einen Wachstumsschub, also hab ich von 5-6.30 das Baby rumgetragen, dann eingesehen, dass es nicht mehr schläft, mich aufs Sofa gelegt, ausgeruht und dann Frühstücken. Danach Brot angesetzt. Maus geguckt. Aus ausrangierten Klamotten Lappen geschnitten. Meine Grummellaune mit Nagellack bekämpft. Und mit Kaffee, den ich aber erstmal mahlen musste. Durchs sonnenbeschienene Ruhrgebiet zum Kaffee bei den Großeltern gefahren. Was für mit Stäbchen essen üben gekocht. Eine Rita Blouse genäht, aufgetrennt, zwei Größen enger genäht.

August 13 2018

Sonntagssachen 25/2018

Relativ lang geschlafen und dann Pilates gemacht. Gefrühstückt . Probe-Zuschnitttetris auf dem Trockenen – das mache ich häufig, dass ich erstmal gucke, wieviel Platzbedarf bei wieviel Bruchteilen benötigt wird und dann entscheide, ob ich einen oder zwei Stoffbrüche bügele. Sehr viel Zeit das Zahnbaby gehuckelt. Eiskaffee getrunken. In der Sonne spaziert. Total gesundes Abendessen am Spazierweg. Zuschnitt in echt – Rita Blouse Probemodell.

August 09 2018

Nähplausch im August

Ich nähe im Moment nicht sehr viel aber doch regelmäßig und dokumentiere, mangels guten Fotos und Zeit, viel zu wenig davon im Blog. Ich mache auch immer fleißig Pläne, die ich dann aber nicht umsetze. Um all diesen Problemen auf einen Schlag beizukommen, hab ich überlegt ab jetzt an einer für mich neuen Verlinkungsaktion teilzunehmen. Dank Muriel und ihrem Podcast nahtzugabe5cm habe ich nämlich den Nähplausch bei Fadenwechsel entdeckt. Und da plausche ich jetzt einfach mal mit, damit hier nicht nur noch Sonntagsbilder auftauchen.

Was hab ich in letzter Zeit fertig genäht?
Ich habe viel geändert, ehemalige Schwangerschaftsklamotten ent-umstandet, z.B. dieses Anna wurde jetzt ein Anna-NL6069-Hack.

Dann nähte ich ein bisschen was für die Kinder, dünne Sommerhosen nach dem Schnitt Dreamy und Hüte und Mützen für meine Kinder und andere Kinder nach dem Beanie-Schnitt von Lybstes und dem Sonnenhut Mats und Mathilda von Engelinchen. Kurze Hosen für den Mikromensch nach eigenem Schnitt. (So viel Hochsommerkleidung hatten wir fürs Baby nicht vom großen Geschwister.)

Und jüngst noch ein Maxikleid für mich aus einem Stoff, der an Pippa Middleton erinnert und einem Schnitt aus der Knip Juli 2013, das muss ich noch verbloggen.

Woran nähe ich gerade?
Ich nähe gerade zwei identische Röcke für zwei fünfjährige Mädchen, die beide mit dem Minimensch befreundet sind, sich aber untereinander nicht kennen. Ich mag beide sehr und wollte ihnen gern was schenken. Da beide große Bewunderinnen meiner selbst gemachten Kleidung sind, habe ich mich entschlossen ihnen Stufenröcke zu nähen. Dazu habe ich türkis-petrolige Stoffe im Ausverkauf des stoffbüros geordert und arbeite nach dem ‚Schnittmuster‘ und der Videoanleitung ‚Linda‘ von pattydoo. Der erste Rock in Gr. 128 ist schonmal fertig bis auf Saum.

Was plane ich?
Eigentlich brauche ich streng genommen nicht wirklich neue Kleidung, ich habe viele Kleider und Röcke und auch einige Shirts. Alles selbst genäht. Allerdings habe ich in letzter Zeit ein wenig aussortiert. Manche meiner älteren Röcke und Kleider sind nun 6-7 Jahre alt und waren einfach nicht mehr so schön oder ich hatte mich gründlich satt gesehen, bei anderen mag ich den Stil nicht mehr, oder bin mit Sitz oder Verarbeitung unzufrieden. Da sind jetzt ein paar Lücken, die per se nicht groß klaffen, aber die ich mal füllen könnte. Gleichzeitig kann ich das nutzen um etwas mehr Vielfalt in den Kleiderschrank zu bringen. Zum Beispiel mal einen neuen Rockschnitt probieren statt den gefühlt 20sten Tellerrock oder den 10ten Lotti-Rock. Sehr wichtig wäre mir da, mein Blusensortiment aufzustocken. Ich trage im Alltag oft Röcke, aber finde einfache Shirts latent etwas zu casual. Gleichzeitig hasse ich Hemdblusen aus tiefster Seele. Aber zum Glück gibt es ja alternativ andere Blusenschnitte. Konkret in Planung ist eine „Rita Blouse“ nach dem Schnitt von Gertie, erstmal aus grünem (!) Probestoff. Und eine Pam aus der La Maison Victor auch erstmal aus einem Reststück. Der Sieger darf sdann über eine zweite Version aus diesen absolut hinreißenden Ballerinas freuen.

Für die Kinder sind dann wohl leider mal wieder Puschen zu nähen. Der Mikromensch wächst auch schon wieder aus den Shirts raus… achseufz.

Außerdem steht mittelfristig noch ein geheim geheimes Geschenk an, das wird nochmal spannend. und wenn mir dann langweilig wird, kann ich wieder ändern. Meine beiden Blazer sind mir zu weit geworden, ebenso mein Softshellmantel, den ich noch nichtmal verbloggt hab, obwohl er schon fast ein Jahr alt ist…

Gab es Neu-Erwerbungen?
Aus dem Urlaub in Frankreich habe ich mir ein kleines bisschen Stoff mitgebracht:

Und dann hat ja das Stoffbüro Ende Juni leider geschlossen und da gabs für mich was im Ausverkauf, weil ich noch einen Gutschein hatte.

Mein Stoffschrank platzt im Moment aber echt aus allen Nähten, weil ich zu wenig zum nähen komme. Deshalb wird jetzt erstmal verarbeitet.

Und damit ist mein Nähplausch für heute auch erstmal aus.

August 06 2018

Sonntagssachen 24/2018

Nach erstaunlichen siebeneinhalb Stunden Schlaf quasi wie neugeboren erwacht – oder so ähnlich. Erstmal den hungrigen Nachwuchs mit Melone versorgt. Und gebügelt – diese Sommerbekleidung ist ja doch unangenehm bügelintensiv. Kaffee getrunken, warm. Was getrennt und geändert. Der Minimensch nähte sich derweil vollkommen selbständig was selbst ausgedachtes. ❤ Eis rühren lassen. Eiswaffeln gebacken – danach war die Küche definitiv zu warm für weitere Benutzung, aber es gab selbstgemachtes Eis aus Schafmilch. Nach Besuch mit Eis und schnellem kaltem Abendessen auf dem Balkon den Sommerabend romantisch ausklingen lassen – ich mag Sommer ja sehr.

July 30 2018

Sonntagssachen 23/2018

Tee getrunken und rumgeschlumpert. Gestrickt. Mittagsschlaf im Stapel mit dem Mikromensch. In der Sonne auf der Decke gelegen. Wassermelone geschnitten. Wein getrunken.

July 28 2018

Schnelles Ciabatta

Brot backen braucht Zeit. Ein gutes Brot mit viel Geschmack will nach einem genauen Plan und mit Geduld gebacken werden. Aber… manchmal, oft sogar, lässt das Leben wenig Raum für gut geplantes Backen, für Vorteige, kalte Gare, Brühstücke etc. Da braucht es auch Brotrezepte, die schnell gehen. Bisher hatte ich da kein Rezept für Baguette oder Ciabatta, also für ein Brot zu Salat/Käse/… nun hab ich eins. Ich habe jüngst dieses Rezept ausprobiert, das klappte wirklich tadellos und hab noch ein bisschen dran rum optimiert. Dinkel, etwas gröberes Mehl, etwas weniger Hefe, etwas mehr Falten und Gehen, aber für mich flott genug

Für 2 Ciabatta

370 g Dinkelmehl 1050

80g Hartweizengrieß

390ml Wasser

1/2 TL Salz

7g Hefe

1TL Zucker

2 EL Olivenöl

Optional: getrocknete Tomaten, Kräuter, Fleur de SEL

Zucker, Wasser, Hefe verrühren, für 10 Minuten beiseite stellen. Derweil Mehl abwiegen, mit Salz mischen. Dann alles verkneten und in der Schüssel zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Den Teig auf ein bemehltes Brett stürzen, in die Länge ziehen und Falten. dreimal wiederholen. Dann in zwei Teile schneiden. Ggf vor dem letzten Falten getrocknete Tomaten, Oliven, Kräuter einarbeiten. Die beiden Teigstücke in eine längliche Form ziehen und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen. Derweil den Ofen mit Blech auf 220 Grad vorheizen.

Die Brote vorsichtig auf das Blech verfrachten. Einsprühen, wenn gewünscht mit Kräutern und Fleur de SEL bestreuen. 22 Minuten backen. Die letzten 5 Minuten bei Umluft.

July 23 2018

Sonntagssachen 22/2018

Yoga gemacht, zu deutlich zu früher Uhrzeit und mit zwei übernächtigten Kindern drumrum. Brötchen in den Ofen geschoben. Viel viel Kaffee getrunken. Gesmokt. Mit tatkräftiger „Hilfe“ die Spülmaschine ausgeräumt . Pflaumenkuchen gegessen. Beeindruckt die Chaoskompetenz von drei zeitgleich agierenden Krabbelkindern bewundert. Flammkuchen sommerlich belegt. Voll romantisch auf dem Balkon gesessen – und hui war das noch warm am Abend.

July 21 2018

Rotweinpflaumen einkochen

Im Sommer eskaliere ich immer ein wenig an der Einkochfront. Einkochen ist doch sowas wie den Sommer konservieren. Und wie schön ist es, wenn dann der Vorratsschrank überquillt voller Marmeladen, Chutneys, Relishs, Sirups und Kompotte ist. Meine Leidenschaft für Chutney und Relish wird hier im Haushalt nur eingeschränkt nachvollzogen. Sirup wird vor allem im Sommer direkt weggetrunken (da ist er auch am aromatischsten). Aber Rotweinpflaumen und Apfelkompott, die sind gerade für den Winter gut. Letztes Wochenende habe ich einen Eimer Pflaumen aus dem Garten meiner Eltern mitgebracht. Das sind eigentlich Esspflaumen. Zum Einmachen und Kuchen backen werden ja eigentlich Zwetschgen empfohlen. Aber da kümmere ich mich gar nicht drum – ich weiß nämlich, dass das wunderbar mit diesen Runden, saftigen, süßen nicht zu großen Gartenpflaumen geht.

Du brauchst für 5 Gläser a 350ml Fassungsvermögen (Typ Bio-Mais ;-)) oder 4 Standard 420ml Einkochgläser mit Twist-Off-Deckel:

Pflaumen. Ca. ein Nudelsieb voll. Ich hab das nicht gewogen.

200g Zucker

200ml Trockener Rotwein

1 EL Balsamico

400ml Wasser

1/2 TL Lebkuchengewürz (oder nur Zimt oder nur Nelken je nach Geschmack)

Gläser gut spülen und heiß nachspülen.

Die Pflaumen waschen, halbieren, entsteinen und sorgfältig verlesen. Nur einwandfrei Hälften dürfen in die Gläser! Gläser bis ca 1 Finger unter dem Rand mit Pflaumen füllen.

Zucker, Rotwein, Wasser, Essig und Gewürz aufkochen und 10min köcheln lassen.

Den Sirup, der die sommerliche Küche inzwischen gut nach Glühwein riechen lässt, heiß über die Pflaumen geben, alle müssen bedeckt sein, es muss oben noch etwas Platz bleiben.

Mittels eines Löffelstiels potenzielle Luftblasen aus denGläsern nach oben stochern.

Gläser zudrehen.

In den kalten Backofen in eine Fettpfanne stellen, 2 Fingerbreit Wasser dazu. Auf 120 Grad anstellen und wenn die Temperatur erreicht ist 45 Minuten drin lassen. Am Ende sollte es in denGläsern kochen. Im Backofen komplett auskühlen lassen und dann kontrollieren, ob sich die Deckel straff nach innen gesaugt haben. Wo das nicht gelungen ist: sofort in den Kühlschrank und zeitnah essen. Bei korrektem Vakuum halten die Pflaumen ein Jahr im kühlen Abstellraum.

Schmecken zu Grießbrei, Milchreis, Eis.

Wer Zwetschgen hat, erhöht ggf die Zuckermenge etwas. Wer keinen Wein nehmen will, könnte säuerlichen Apfelsaft, Quittensaft oder nur Wasser nehmen.

Wer noch mehr einkocht kann natürlich durch gemeinsam sterilisieren viel Energie sparen. Ich kombiniere meist noch eine Ladung Rote Bete und Gurkenrelish oder Sirup, dann ist der Ofen voll.

July 09 2018

Sonntagssachen 21/2018

Ausgepackt. Brötchen geholt. Wäsche gewaschen, aufgehängt, gefaltet – Berge!. Eine Picknicktasche gepackt. am See spazieren gegangen. Den Platz des Mikromensch mit Wachstuch angeklebt. Spaghetti mit Pesto gegessen.

June 21 2018

Punkteteller

Ein neuer Rock, und zwar eher von der schönen als von der praktischen Seite. Aber toll!

Den Stoff habe ich vor zwei Jahren auf dem Stoffmarkt in Dortmund gekauft und hatte eigentlich vor, daraus ein Sommerkleid mit Neckholder zu nähen. Allerdings kam ich dann nicht dazu, und als ich dieses Jahr die Sommergarderobe plante, den Stoff genauer betrachtete und sah, dass die Punkte Streifen bilden, ich aber nur 1,50 Stoff hatte, war mir das dann doch etwas haarig. Ich fürchtete, ich könnte unschönes Musterclustering produzieren, wenn ich etwas allzu kompliziertes daraus Nähte. Also schaute ich mal, wieviel Tellerrock ich daraus produzieren könnte, ohne dass die Streifen aus dem Rock laufen und kam auf einen ganzen Teller. Dabei könnte ich das „Gewicht“ des Musters jeweils in die vordere und hintere Mitte bekommen. Ich kaufte also noch ein hochwertiges weißes Futter und nähte ziemlich flott einen ganzen Teller mit Seitenreißverschluss und Tasche in der rechten Naht.

Dann ließ ich den Rock viele Tage aushängen und brauchte ziemlich Anlauf um zweimal den Umfang eines vollen Tellers Rollsaum zu nähen. Nachdem das vollbracht war, war ich allerdings überglücklich mit dem Ergebnis.

Der Rock schwingt so schön und raschelt dabei so dezent. Toll. Natürlich ist er mit kleinem Kind eher unpraktisch, so weiß. Und im Wind hat man schnell mal den Marilyn-Effekt weil er wirklich sehr fluffig ist. Aber ich liebe ihn sehr und trage ihn dauernd.

June 12 2018

Sonntagssachen 20/2018

Werkzeug gereicht. Tee getrunken. Schwimmzeug gepackt. Auto gefahren. Explosives Kräuterwachstum bestaunt. Gestrickt. Nägel gepflegt.

June 02 2018

Pilaw mit Kichererbsen (One Pot, vegan, sojafrei)

Pilaw ist sowas wie die arabische Variante von Risotto. Wir kochen das oft und gern insbesondere weil alles in einen Topf kommt. Das macht wenig zu spülen und köchelt auch ganz locker mal vor sich hin. Bestimmt gibt es schon 2-4 Rezepte dafür hier im Blog. Hier eine Variante ohne Soja.

Zutaten für 3:

150g Reis (je nach Wunsch und verfügbarer Zeit Vollkorn oder nicht, Parboiled oder nicht)

1 Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

Gemüse je nach Verfügbarkeit und Geschmack, z.B hier: 1 Möhre, 1 Paprika, 2 Stangen Staudensellerie, 1 Handvoll TK-Bohnen

1/2 Dose Tomaten in Stücken

1 Handvoll Rosinen

1/2 Glas Kichererbsen

1 TL Ras-El-Hanout

2 Lorbeerblätter

1/2 TL Schwarzkümmel

1/2 TL Paprika rosenscharf

Zwiebel und Knoblauch hacken und in Butter glasig dünsten. Reis zugeben. Mit 2 Tassen Wasser bedecken, Salz und alle Gewürze zugeben. Falls der Reis nicht parboiled ist, nun ca 20 Minuten köcheln lassen und dann erst das Gemüse zugeben, bei parboiled Reis sofort alles zusammen aufsetzen.

Gemüse mundgerecht würfeln und zum Reis geben, wenn noch ca 15 Minuten Garzeit verbleiben. Auch Tomaten, Kichererbsen und Rosinen dann dazu. Aufkochen und auf kleiner Flamme gar kochen. Ggf. etwas Flüssigkeit nachfüllen, das ganze sollte am Ende noch etwas soßig sein.

Dazu passt Joghurtsoße, entweder nur mit Salz und Pfeffer oder zusätzlich mit geriebener Gurke und Minze abgeschmeckt.

May 29 2018

Kokos-Cashew-Curry (vegan, sojafrei)

Mit dem Frühling kommt die Obst- und Gemüsevielfalt und damit auch die Freude am Kochen, Backen und darüber bloggen wieder. Ohne eine Erhebung gemacht zu haben, vermute ich, dass ich sehr viel mehr Koch- und Back-Content aus Frühling und Sommer hier im Blog hab. Letzte Woche gab es eine neue Curry-Variante:

Für 3 Personen:

1 Möhre

1 kleine Süßkartoffel

1/2 Paprika

1 Handvoll Cashewnüsse

1 Dose Kokosmilch

1 große Zwiebel

3 cm Ingwer

2 Lorbeerblätter

1/2 Chili

1 Tl Kurkuma

1/2 TL Koriander

1 Prise Kardamom

Kokosöl

Salz

Dazu: Reis

2 EL Kokosöl erwärmen. Darin zunächst die Gewürze anrösten, dann die grob gewürfelte Zwiebel dazu , schließlich das andere Gemüse (grob gewürfelt) und den Ingwer & die Chili (fein gehackt) zugeben. Kurz anbraten, mit Kokosmilch ablöschen, Cashews darangeben, Deckel drauf, 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln. Abschmecken und noch etwa 5 Minuten mit offenem Deckel reduzieren lassen. Fertig.

May 28 2018

Sonntagssachen 19/2018

Träge auf dem Sofa dösend dem hellwachen Baby zugeschaut. Kokos-Quellerde eingeweicht. Gefrühstückt. Die Maus geguckt. Nägel lackiert. Wäsche gefaltet. Entwicklungsverzögerte Tomaten ausgepflanzt. Wassermelone-Cocktail getrunken.

May 22 2018

Rhabarber-Sirup

Ich mag sehr gern Rhabarber. Als Kompott, Kuchen, … der Rest meiner Familie teilt diese Leidenschaft allerdings nur sehr begrenzt . Das einzige Rhabarber-Produkt, das ich hier großflächig loswerde ist Sirup. Und der ist mir auch das liebste. Weil man den Frühling so noch etwas konservieren kann. So mache ich es:

800g Rhabarber (wer aussuchen kann nimmt möglichst Pinke Stangen)

500g Zucker

500ml Wasser

Den Rhabarber mit Schale waschen und in Stücke schneiden. (Die Schale dran zu lassen macht eine schönere Sirupfarbe und lässt etwas weniger Fasern in den Sirup kommen)

In einen Topf geben, in dem danach noch etwas Spiel bleibt.

Den Zucker darüber geben und einmal durchrühren.

Über Nacht, besser noch 16-18 Std ziehen lassen. Danach sieht das Ganze (ohne dass Wasser zugegeben würde!) so aus:

Das Wasser zugeben, aufkochen, ausstellen, 1 Std ziehen lassen.

Abseien und die Matsche im Sieb leicht ausdrücken (nicht so doll, dass Fasern durchgedrückt werden)

Entweder nochmal aufkochen und dann knallheiß abfüllen oder abfüllen und dann in der Flasche sterilisieren.

Schmeckt pur in Wasser, über Vanilleeis und insbesondere mit Erdbeeren in Sekt.

May 21 2018

Sonntagssachen 18/2018

Baby gewickelt & mit neuem Sabberlatz versehen. Ein sehr kleines Täschchen genäht. Einen Kuchen mit Frosting bestrichen. Mittagsschlaf gemacht. Selbst gemachten Honig geschenkt bekommen. Kuchen gegessen. Gequatscht und gestrickt. Sekt getrunken.

May 14 2018

Sonntagssachen 18/2018

Noch vor dem Frühstück den Mikromensch in den Vormittagsschlaf geschaukelt – wir waren was früh wach… Frühstück, endlich wieder Milchschaum, aus Schafmilch. Zweites Frühstück für den Mikromensch. Rhabarberkompott gekocht. Ein Lieblingskleid zerschnitten. Pizzateig geknetet. Teige gefüttert. Aktuelle Maße genommen.

May 08 2018

Sonntagssachen 17/2018

Der Tag begann zu früh und mit Erkältungsversorgung beim Mikromensch. Frühstück mit frischer Erdbeermarmelade. Restliche Gläser Erdbeermarmelade beschriftet. Kinderwagen geschoben (ohne Schlaf beim Baby zu erreichen). Balkonbaby. Viele Luftpolsterumschläge mit Pflänzchen gepackt. Feierabendespresso.

May 05 2018

Me made Mittwoch: Fast Peggy Sue

Im vorletzten Jahr begann ich während des Frühlingsjäckchen-Knit-Alongs eine Strickjacke. Es hat bei mir schon Tradition, dass die Frühlingsjäckchen niemals im Frühling fertig werden. Aber zwei Jahre später ist schon ziemlich Late to the Party. Aber irgendwann bringe ich jedes Strickstück zuende, da bin ich eisern.

Das Muster Peggy Sue ist schon ewig in meinen Favoriten bei Ravelry. So ewig dass ich damals noch nicht raus hatte, dass hoch geschlossene Rundhals-Jäckchen gar nicht mal so gut für mich sind. Und als ich dann beschloss endlich ein blaues Jäckchen aus der Drops Cotton Merino zu Stricken, die ich auch bestimmt schon vier Jahre lagere, da dachte ich über diese Erkenntnis auch nicht weiter nach.

Ich strickte also Peggy Sue. Es ging sogar recht flott und ich wurde schon im Sommerurlaub mit der Jacke fertig. Allerdings war dann erst die Knopfleiste doof, die leierte, weil ich zu lose stricke und dann ging sie immer auf.

Nachdem ich sie dann einige Male an hatte, stellte ich fest, dass sie mir schlecht passt. Zu viel Stoff über der Brust, zu eng an der Brust. Die inzwischen verstärkte Knopfleiste hing doof rum. Ich ließ die Jacke also lustlos im Schrank liegen. Und wurde schwanger. Und vergaß die Jacke.

Als ich dann im letzten Herbst meine Vorschwangerschaftskleidung wieder einräumte, beschloss ich, die Jacke nochmal zu ändern. Aber auf die harte Tour.

Ich nahm die Ausschnittform meiner Pfauen-Jacke ab und markierte mir diese mit Reihgarn. Dann nähte ich entlang dieser Linie abzüglich Bündchenbreite beherzt zweimal mit der Nähmaschine drüber und schnitt danach das überschüssige Gestrick EINFACH AB!!! Aus den letzten intakten Maschen vor der Sicherungsnaht nahm ich neue Bündchenmaschen auf und strickte ein neues Bündchen. Und Zack: tragbare Jacke! Hurra!

Der Vollständigkeit halber: darunter trage ich ein Ashland Dress aus Jersey, das ich im Blindflug am Ende der Schwangerschaft für die Stillzeit genäht habe. Es hat auch seinen Dienst gut getan und wurde inzwischen zweimal enger gemacht. Nun ist es ohne Jacke nicht mehr sehr tragbar, aber das ist ja auch ok.

May 01 2018

Wickeln auf dem Schoß

Ich erzähle ja gern immer mal wieder, dass wir keinen Wickeltisch haben und brauchen. Das erscheint vollkommen verrückt, ist aber de facto absolut praktikabel. Als die Minimenschen noch ganz mikroklein waren, also noch relativ unbeweglich rumlagen und ihren Kopf noch nicht selbst halten konnten, haben wir sie einfach auf dem Bett gewickelt. Da ist dann auch genug Platz für’s große Geschwister um zu „helfen“. Das Bett nutze ich immernoch, wenn ich den Mikromensch nach dem Baden einöle und zum – streng beaufsichtigt – nackig rumtollen. Ansonsten ist der Mikromensch aber jetzt mit knapp acht Monaten so agil, dass das wickeln in Rückenlage eine stressige Kampfkunsteinlage ist. Das ist beim wickeln in Bauchlage auf dem Schoß vollkommen anders. Da hat man selbst trotzige zweijährige noch gut im Griff. Außerdem geht das tatsächlich überall und man ist nicht auf das Vorhandensein einer Wickelmöglichkeit angewiesen. (Und wenn die nur auf dem Damenklo ist, kann das dem Mann auch egal sein.) Weil sich allerdings wohl niemand so recht vorstellen kann, wie das gehen soll mit dem Schoßwickeln und ich auch keine Anleitung im Internet finden konnte, haben der Mikromensch und ich für euch mal ein paar Fotos gemacht:

1. Wichtig ist, dass man einen Stuhl oder Hocker hat, der nicht zu hoch ist. Die Beine sollten idealerweise einen 90-Grad-Winkel haben. Und los geht’s. Das Kind quer auf den Schoß legen:

Die Arme des Kindes hängen vorn locker runter. Man kann ihm ein Spielzeug geben oder ein Buch auf den Boden legen. Zum Schutz der Kleidung lege ich ein Moltontuch unter. Das eine Bein kann man etwas strecken, so dass das Kind hinten niedriger liegt, das ist aber Geschmackssache bzw. vom Kind abhängig. Das Kind liegt nah an meinem Bauch.

2.

Mit meinem linken Arm halte ich das Kind fest indem ich den Ellbogen vorm Kind auf mein Knie Stütze, die Hand kann ich dann trotzdem noch benutzen. Um unter dem Kind zu arbeiten, zB Windel aufmachen, Body hoch ziehen etc drehe ich die Hüfte des Kindes mit der rechten Hand hoch.

3. Auf geht’s. Windel öffnen:

Hier sieht man das gedrehte ganz gut. Das Kind liegt nun mit seinem Rücken an meinem Bauch und ich kann mit der linken Hand die Windel öffnen.

4. Windel drunter rausziehen geht meist ohne aufdrehen. Den Po säubern geht logischerweise viel besser von oben. Dann wieder aufdrehen um die frische Windel unterzulegen.

Hier lege ich gerade die frische Windel unter, dann Kippe ich das Kind wieder runter, sortiere die Windel am Rücken und hebe es dann nochmal halb an zum Windel zu machen.

5. Windel schließen

6. Body zu machen.

Wie man sieht chillt der Mikromensch bei dem ganzen ab und guckt sich den Boden an. Kein Vergleich zum wickeln in Rückenlage, wo er derzeit wie eine kleine Schlange sofort wegrollt wenn ich versuche irgendwas an ihm an- oder auszuziehen.

7. Jetzt noch die Hose wieder an.

8. Und fertig.

Natürlich kann man in der gleichenWeise auch das Oberteil wechseln. Aber zum üben reicht erstmal nur unten rum wahrscheinlich aus. Meldet euch wenn ihr Fragen habt.

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